Warum ich Google meine Daten gebe

Seit Jahren herrscht die Diskussion über: “Google ist böse, gib denen nicht deine Daten” und “Google ist nicht böse, gib Ihnen deine Daten”. Bevor ihr den Blogpost jetzt zerreist, gebe ich euch beim Lesen folgendes mit auf den Weg: “Es muß jeder selbst wissen”.

Ich persönlich verwende viele Google-Dienste: Calendar, Contacts und viele weitere. Hauptsächlich Contacts und Calendar sind mir wichtig, denn Google schafft etwas, was ich in den frühen 2000er Jahren vergeblich gesucht habe: Termine und Kontakte auf jeden Device, welches es unterstützt.

Mein erstes Handy war ein Siemens C25 – für heutige Verhältnisse riesig, aber 1999 gab es nur wenig Auswahl. Und: Es hatte (soweit ich mich richtig erinnere) 8 Kurzwahlspeicher. Da das natürlich nicht ausreichte, nutzte man zu dieser Zeit PDAs – ich hatte einen Palm.

Und damit ging dann das Vergnügen los – syncronisieren von Kontakten vom Rechner zum PDA. Ich möchte nicht wissen, wieviele Kontakte und Kontaktdetails verloren gingen – oftmals fehlte der Geburtstag (ich gehöre zu den Menschen, die sich keine Geburtstage merken können). Einfach weg. Oder falsche Daten – das “Resolve Conflicts”-Fenster hat sich bis heute in mein Hirn gebrannt.

Anno 2001 folgte dann das nächste Handy: Ein Sony CMD J5. Es hatte wahnsinnige 500 Addressbucheinträge, inklusive vollständiger Kontaktverwaltung. Natürlich konnte man nicht einfach so die Daten von einem Gerät auf ein anderes schieben – schon gar nicht unter FOSS. Aber damals hatte ich immer eine Windows-Kiste griffbereit.

In 2003 ging es mit dem NEC N22i weiter. Toll – es hatte iMode (was irgendwie nie funktionierte), aber die Sync-Software war wieder ein Grauen. Auch da ging’s wieder rund mit Kontaktverlusten. Und meine Mutter ärgerte sich schon wieder, weil ich Ihren Geburtstag um einen Tag verpasst habe.

Ähnliche Probleme gab es dann mit dem Motorola RAZR v3 in 2005, dem Blackberry Curve 8310 in 2007, bis ich mir 2010 mein erstes Handy mit Android und Google-Datenmonster zulegte: Ein HTC Desire Z. Und plötzlich war der Sync-Krampf vergessen: Die Kontakte liegen in der Cloud, ich kann von jedem Browser auf die Kontakte zugreifen und mein Smartphone synct es brav. Genauso mit den Kalendereinträgen: Da Google nicht von heute auf morgen umkippen wird, kann ich auch getrost Termine in den Kalender schreiben, die erst in einem Jahr relevant sind (z.b. Impfungen). Ich habe erst vor einigen Tagen mein Nexus 4 bekommen – eingerichtet, sync läuft, fertig. Ich weiß nicht, wie Google das macht, aber Google macht es gut. Das ist für mich die Hauptsache.

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